Welche Kosten kann man abziehen? | 25.05.2018

Wer sich beruflich weiterbildet, kann bis 12'000 Franken pro Jahr steuerlich abziehen. Aber nicht alle Kosten gelten als «berufsorientiert».

Steuerabzug Berufliche Weiterbildung, Savera Treuhand AG

    Konnten bis vor kurzem in der Steuererklärung nur Weiterbildungskosten abgezogen werden, die einen direkten Zusammenhang zur Berufstätigkeiten hatten, gilt seit 2016 eine neue Regelung. Bis zu einer Obergrenze von 12'000 Franken pro Steuerperiode sind heute alle Arten von berufsorientierten Aus- und Weiterbildungskosten abzugsfähig, inkl. Umschulungen oder Aufwendungen im Zusammenhang mit einem beruflichen Wiedereinstieg. Diese Regelung gilt nur für Aus- und Weiterbildungen an höheren Fachschulen und Hochschulen sowie im Rahmen von beruflichen Zusatzausbildungen. Erstausbildungen (Lehre, Matur) sind weiterhin nicht abziehbar. 

    Was heisst «berufsorientiert»?
    Damit die Kosten einer Aus- oder Weiterbildung als abzugsfähig gelten, muss sie berufliches Wissen vermitteln. Nicht abzugsfähig sind Bildungslehrgänge, die einer Liebhaberei oder der persönlichen Entfaltung dienen.

    Wenn der Arbeitgeber bezahlt
    Berufsorientierte Aus- und Weiterbildungskosten, die vom Arbeitgeber übernommen werden, stellen kein steuerbares Einkommen dar und belasten somit die Steuerrechnung des Arbeitnehmers nicht. Muss der Arbeitsnehmer, die angefallenen Kosten dem Arbeitgeber zurückzahlen - zum Beispiel bei einem vorzeitigen Stellenwechsel -, können diese im Jahr der Rückzahlung von der Steuer abgezogen werden.

    Haben Sie Fragen zu Steuerabzügen? Das Team der Savera Treuhand AG steht Ihnen gerne zur Verfügung: +41 81 650 08 90, info@savera.ch
     

    Autor: Savera Treuhand AG

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